Pausen nach Arbeitsgesetz: die Regeln einfach erklärt
Wie lange muss eine Pause sein, wann ist sie fällig und was zählt als Arbeitszeit? Mit Beispielen aus Gastro und Produktion.
Art. 15 des Arbeitsgesetzes legt fest, wie lange Pausen mindestens dauern müssen. Massgebend ist die tägliche Arbeitszeit.
| Tägliche Arbeitszeit | Mindestpause |
|---|---|
| mehr als 5½ Stunden | 15 Minuten |
| mehr als 7 Stunden | 30 Minuten |
| mehr als 9 Stunden | 60 Minuten |
Wann ist eine Pause eine Pause?
Pausen sind Unterbrechungen, in denen Mitarbeitende den Arbeitsplatz verlassen dürfen. Wer während der «Pause» erreichbar bleiben oder am Arbeitsplatz bleiben muss, leistet Arbeitszeit. Die Pausen sind um die Mitte der Arbeitszeit anzusetzen; Pausen über eine halbe Stunde dürfen aufgeteilt werden.
Beispiel aus der Gastronomie
Eine Servicemitarbeiterin arbeitet von 10:00 bis 19:30 Uhr. Das sind 9½ Stunden Anwesenheit. Ohne Pause wären es 9½ Stunden Arbeit – also mehr als 9 Stunden. Nötig ist darum eine Stunde Pause. Mit einer Stunde Pause arbeitet sie 8½ Stunden.
Ruhezeit zwischen zwei Einsätzen
Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens 11 aufeinanderfolgende Stunden Ruhe liegen (Art. 15a ArG). Für erwachsene Mitarbeitende kann sie einmal pro Woche auf 8 Stunden verkürzt werden, wenn der Durchschnitt über zwei Wochen 11 Stunden beträgt. Kritisch ist der Wechsel vom Spät- in den Frühdienst.
So unterstützt Brigardo: Die App warnt, bevor eine Pause fällig wird, und fragt beim Ausstempeln nach, wenn die gesetzliche Pause fehlt. Im Schichtplan sehen Sie Ruhezeit-Konflikte schon beim Planen.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Massgebend sind die geltenden Gesetze und Ihr GAV.